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Photos von Tobias Pigulla

Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Twin Lens Reflex Seagull 4A

Sonntag, 04. Dezember 2011

Seagull 4AGestern habe ich im Schaufenster von Foto Koch in Düsseldorf bei den gebrauchten Kameras eine  zweiäugige Mittelformat (TLR) entdeckt: eine chinesiche Seagull1 4A

Für Portait- und Hochzeitsaufnahmen suche ich schon seit einiger Zeit ein schönes Requisit und da der Preis mir dafür OK erschien, habe ich zugeschlagen.

Zuhause habe ich dann doch mal ein bisschen recherchiert was ich da eigentlich gekauft hatte. Es handelt sich um einen Nachbau der legendären Rolleiflex, die als Synonym für Mittelformatphotografie gilt. Sie war ein Kultobjekt ihrer Zeit und wurde von zahlreichen Reise-, Mode-, und Studiofotografen genutzt. Diese prägten den einzigartigen Rolleiflex-Fotostil.2

Natürlich funktioniert alles mechanisch und ohne jegliche Automatik. Die Verschlusszeit wird mit einem Schieberegler (links) am Objektiv zwischen einer und 1/300 Sekunde oder B(ulb) für Langzeitbelichtungen gewählt. Der Blendenwahlregler ist rechts und kann zwischen 3.5 und 22 eingestellt werden. Gespannt wird mittels der Filmtransportkurbel wenn der Film weiter befördert wird. Der Filmtransport kann aber durch das Drücken eines Knopf verhindert werden, was Doppelbelichtungen ermöglicht. Die Anzahl der photografierten Bilder liest man an einer Anzeige oberhalb der Kurbel ab. Auf der rechte Gehäuseseite (alles Sicht des Fotografierten Objekts ;-) wird über ein Drehrad zwischen einem Meter und Unendlich fokussiert. Dort lässt sich auch die Tiefenschärfe je nach Blende ablesen.
Rechts unten ist  der Auslöser mit Fernauslöseranschluss. Mit dem dritten Hebel (roter Punkt) am Objektiv lässt sich der ca. 10 Sekunden Selbstauslöser spannen. Links erkennt man den Anschlusskontakt für den Blitz.
Den Fotoausschnitt wählt man durch den aufklappbaren Lichtschachtsucher an der Oberseite der Kamera. Dabei schaut man durch das obere Objektiv. Das auf die Mattscheibe seitenverkehrt projizierte Bild kann dann scharf gestellt werden. Durch das untere Objektiv wird der Film belichtet. Das Objektiv hat eine Brennweite von 75 mm / 3.5 was einem Normalobjektiv von 50 mm auf Kleinbild umgerechnet entspricht. Bis ein Meter wird ein automatischer Parallaxenausgleich vorgenommen. Im Lichtschaft kann man eine Lupe zur besseren Kontrolle der Schärfe ausklappen. Nach dem Fokussieren kann man den Bildausschnitt auch mit einem Blick durch einen Rahmen im Lichtschacht (senkrecht zur Projektionsebene) wählen. Des Weiteren besitzt das Gehäuse ein Stativgewinde und wiegt 959 g. Nicht gerade leicht, aber meiner D700 mit 50 mm Objektiv wiegt im Vergleicht 1372 g.
Als Schutz der Kamera ist eine Lederhülle dabei. Bestückt wird das gute Stück mit 120-Rollfilm, mit dem zwölf 6×6 cm Aufnahmen gemacht werden können.

Photografieren werde ich mit dieser Kamera vorraussichtlich nicht. Aber vielleicht sieht man sie mal als Requisit auf einem Photo wieder…


1 Seemöve
2 http://www.rcp-technik.com/typo3/index.php?id=historie_90-jahre-rollei_2

Photographieren bei jedem Licht mit Mike Larson

Freitag, 13. November 2009

In diesem sehr interessanten Workshop bei Calumet in Düsseldorf hat der junge bekannte amerikanische Hochzeitsphotograph Mike Larson den ca. 40 Teilnehmern u. a. gezeigt wie man aus jeder Lichtquelle das Äußerste heraus holt und das (Sonnen)Licht optimal nutzt. Das ganze natürlich am besten mit California Sunbounce Reflektions- und Diffusionsschirmen. Aber auch, wie man sein Photobusiness am besten aufbaut und durch virales Marketing & (Soziale-)Netzwerke Kunden gewinnen und sein Knowhow und seine Ergebnisse verbessern kann.

Thanks a lot Mike!

Heißt also jetzt: Hinweise umsetzten und weiter kräftig photographieren!

Natürlich hat Mike auch einen Eintrag in sein Blog gepostet…